Andra's Vorgeschichte:
Ich wurde in Mulmaster geboren. Mulmaster, die Stadt aus Stein.
Kein Baum. Keine Blumen. Meine Familie war und ist sehr einflußreich.
Seit Generationen gelten dei Vlu'Krajs als die besten Waffenschmiede
der Stadt. Wie es sich für Waffenschmiede gehört, gab es in unserem
Haus einen eigenen Tempusschrein. Mein Vater Trounth regierte zu Hause
mit eiserner Hand: Der älteste Sohn sollte später das Geschäft übernehmen.
Der jüngere, mein Zwillingsbruder, starb in der "Schlacht zwischen
den Stürmen", bei der Mulmaster einen großen Teil der Flotte im Kampf
gegen Zhentil Keep verlor. wir zwie Töchter wurden dazu erzogen, später
mal eine gute Partie für einen Händlersproß abzugeben. Wir lernten
Benehmen und ein paar nützliche Dinge wie Lesen und Schreiben, aber
nichts, was darüber hinausging, was ihm also in seinem Plan mit uns
gefährlich werden konnte. Trounths Plan ging bei meiner Schwester
auf. Auch bei mir schien er erfolg zu haben. Bis 17 war ich still
und folgsam. Dann ereignete sich jedoch eines Tages etwas, was mein
ganzes Leben von Grund auf ändern sollte: An einem Tag hatte ich einen
Tagtraum: eine schöne Frau sagte mir, daß ich Magierin werden könne,
wenn ich mein Heim verlasse. Erst viele Zeit später fand ich heraus,
daß es Mystra war, die zu mir gesprochen hatte. Am Abend wurde ich
in unserer Familienkutsche von einem langweiligen Empfang heimgefahren.
Plötzlich hörte man neben der Kutsche ein Rumoren, und ich hörte wieder
die Stimme der Frau, die mir zuflüsterte, daß es dort etwas zu sehen
gäbe. Ich hieß den Kutscher anhalten und schaute hinaus. Dort standen
zwei Cloak-Magier in die für sie typischen langen dunkelgrauen Roben
gehüllt und zwei Reiter der Stadtwache. Einen der Magier erkannte
ich als Londater, einen guten Freund meines Vaters. Er sagte mir,
daß sie jemanden suchen würden und daß wir schnell schnell weiterfahren
sollten, da diese auf der Flucht befindliche Person gefährlich sei.
So fuhren wir weiter. Doch irgendwie schien es mir, als wäre ich nicht
mehr allein in der Kutsche. Und tatsächlich! Ich sah Bluttropfen auf
dem Sitz, jedoch sah ich niemanden. Verängstigt schaute ich mich um,
als ich eine männliche Stimme hörte, die mich anflehte, ich solle
ihn nicht verraten. So nahm ich all meinen Mut zusammen und zu Hause
angekommen schmuggelte ich den noch immer unsichtbaren Magier in mein
Zimmer. Nun machte er sich sichtbar: er war groß und schlank, gekleidet
in eine grüne Tunika und Wildlederhosen. Unter seinen struweligen,
blonden Haaren ragten eckige Ohren hervor. Sein Verhalten war geprägt
von einer niedlichen Art von Hilflosigkeit. Anfangs wollte er seinen
Namen nicht nennen, und erzählte mir erst, was ihn nach Mulmaster
getrieben hatte. Er war auf der Suche nach versklavten Freunden, die
aber nicht nach Mulmaster gebracht worden waren, sondern nach Hillsfar.
Durch sein Rumspionieren bekam er Ärger mit den Cloaks, die ihn auch
erwischt hätten, wenn ich ihn nicht mitgenommen hätte. Als er so zu
mir sprach, wurde mir ganz warm ums Herz und er guckte mich mit seinen
Hundeaugen an. "Mein Name ist Cliow", sagte er schließlich, mich süß
anlächelnd. Schon hatte ich mich Hals über Kopf in Cliow verliebt.
In den zwei Tagen, die ich ihn noch bei mir versteckt hielt, erzählte
ich ihm von meinen Visionen und der jungen Frau. Er meinte, es müsse
sich um Mystra handeln. Darauf lies er mich ein Blick in sein Zauberbuch
werfen. Obwohl die Schrift mir völlig unbekannt war, schien sie Sinn
zu machen und wie in Trance habe ich arkane Worte gemurmelt,. Plötzlich
erschien ein goldener Ball vor mir in der Luft, den ich nach meinem
Willen lenken konnte, jedoch konnte ich ihn nicht ergreifen. Cliow
starrte mich überrascht an. "Du hast gerade Magie gewirkt, ohne es
jemals gelernt zu haben!" Als Cliow mir sagte, er müsse wieder heimkehren,
beschloß ich, mit ihm zu gehen, ohne es ihm zu sagen. Eine Karawane
schmuggelte uns aus dem Südtor der Stadt. Schon die Tatsache. daß
wir aus Mulmaster herausgekommen waren, war ein Wunder, da an den
Toren alles magisch untersucht wird. Aber Mystras Segen war mit uns.
Endlich draußen, brachte Cliow es nicht übers Herz mich wieder zurückzuschicken,
da auch er sich inzwischen in mich verliebt hatte. So machten wir
uns vor Liebe Trunkenen auf ins Misteltal, wo die Magierin Gillina,
Cliows Mutter lebte. Auf der Reise mit der Karawane erzählte mir Cliow
von seiner Mutter, die ein Mensch ist, und von seinem verschollenen
Vater, einem Elfen. Nach einigen kleineren Überfällen von Orks, die
auf der Suche nach neuem Land waren, gelangten wir schließlich nach
Calaunt. Von dort reisten wir zu zweit weiter in Richtung Westen zum
Fluß Lis. Dort besaßen einige seiner Freunde ein Fährboot, das uns
über den Fluß setzte. Wir zogen weiter in die Elfenwälder, wo es Malaranhämgern
gelungen war, mich zu entführen, Cliow mich aber retten konnte. Letztendlich
gelangten wir unbeschadet ins Misteltal. Die nächsten fünf Jahre verbrachte
ich zum größten Teil im Misteltal. Wir lebten in Gillinas Turm und
sie nahm sich meiner an und bildete mich aus. Da ich auch weiterhin
Visionen hatte, errichtete ich einem kleinen Teich einen Mystra-Schrein.
Mit Cliow unternahm ich einige Exkursionen, unter anderem nach Yulash
und nach Ordulin, wo wir eigentlich nur einige von Cliows Verwandten
besuchen wollten, während unseres Aufenthaltes dort machten wir aber
einen versteckten Loviatar-Tempel ausfindig. Einmal fanden wir im
Misteltal eine verlorengegangene, tote Familie, die von einem Nekromanten,
den wir dann töteten, getötet worden waren. Auch halfen wir den Stolzen
von Priapurl , die eine Bande von Nachtmasken verfolgten, dabei, den
Ort in den Thunder Peak Mountains auszumachen, wo die Nachtmasken
sich mit einem Thay-Magier treffen wollten. Bis auf einen Paladin
starben alle Stolzen bei dem Zusammenstoß. Bei einem Aufenthalt in
Tilverton schloß ich Freundschaft mit einem Kriegsmagier aus Cormyr,
Olzant mit Namen. Zusammen übernahmen wir die Verteidigung Tilvertons
gegen Goblinstämme. Als Austausch brachte er mir einige nützliche
Sprüche bei und schenkte mir den Drachenstab, einen purpurner Zauberstab
in der Form eines Drachen, der lightning bolts schießt. Wir waren
glücklich dort im Misteltal, bis eines Tages ein merkwürdiger Vogelschwarm
auf den Turm zugeflogen kam und Gillina die Nachricht erhilt, daß
ihr Mann noch lebt und sich an der Grenze zur großen Wüste, aber auf
der anderen Seite befindet. Es hieß. er sei in großen Schwierigkeiten
und man müsse ihn retten. So brachen wir nach Versiegelung des Turmes
auf. Der Weg war voller Abenteuer. Gleich zu Anfang wurden wir von
einer Gruppe von Wegelagerern angegriffen, die von einem Nekromanten
unterstützt wurden, der uns immer weiter verfolgen sollte, bis wir
ihn endlich am Gnoll Pass endgültig besiegten. Für den Weg über die
Sturmberge schlossen wir uns einer Karawane an, die dann von Baine-Priestern
und Zhentarim angegriffen wurde. Uns gelang die Flucht. Die Weiterreise
nach Westen war dann ruhig. Es ging von Scornubel nach Soubar zum
Wald des Gewürms, der von Schlangen aller Art und von einem grünen
Drachen bevölkert wurde. Schließlich gelangten wir nach Serpent's
Cowl, das auf den Ruinen einer alten Yuan-Ti-Stadt gebaut war. Cliows
Vater war offensichtlich im Besitz eines magischen Gegenstandes. der
aus einem riesigen Magierimperium stammte, das vor Ewigkeiten untergegangen
ist und überall zerstörte Stützpunkte hinterlassen hatte.( Netheril?).
Dieser Gegenstand sollte angeblich über das Schicksal ganzer Nationen
entscheiden können. Wir fanden raus, daß die alte Yuan-Ti-Stadt, wiederum
auf den Ruinen einer alten Netheril-Stadt gebaut worden war. Die Yuan-Ti-Stadt
war von mächtigen Magiern zerstört worden und die Eingänge in die
Unterstadt wurden wegen den mißglückten bzw. gelungenen Experimenten
(Mutationen) versiegelt. Gegen alle Warnungen betraten wir auf Gillinas
Drängen hin den Wald des Gewürms, denn sie war sich sicher, daß ihr
Mann dort sei. Wir gelangten zu einer alten Netheril-Ruine, die aus
zwei Säulen, zwischen denen eine Treppe nach unten führte, bestand.
Wir stiegen hinunter, fanden jedoch nichts. Auf dem Weg zurück ans
Tageslicht wurden wir von einer riesigen Anzahl von Schlangenmenschen
angegriffen. Es waren zu viele, so versuchten wir zu fliehen. Unter
den Schlangenmenschen waren auch ihre Anführer Nagas die abscheulichen
Geschöpfe! Auf ihren Schlangenkörpern tragen sie menschliche Köpfe,
sie sind noch hinterhältiger als ihre mutierten Untergebenen, ja sie
sind nichts als verabscheuenswert! Wir saßen in der Falle! In einem
letzten verzweifelten Versuch hat Gillina sich selbst geopfert, zwei
Nagas mit in den Tod gerissen und uns drei nach Hause teleportiert.
Dort sagte uns die im Sterben liegende, Cliow sollte nichts für sie
tun, da ihr Mann doch tot ist. So starb sie in den Armen ihres Sohnes.
Kaum von dem Schrecken erholt, hatte ich eine Woche später eine Vision,
in der Mystra mich vor dem Schlangenabschaum warnt, das sich in den
Turm eingeschlichen hat, und ich sehe, wie eine Schlange aus Cliows
Kleidung kriecht, die Mystra zertritt. So sage ich zu Cliow, daß wir
den Ort verlassen müssen. Er aber ist dagegen und es gibt Streit.
Voller Wut ging ich zu meinem Mystra-Schrein. Dort angekommen habe
ich eine zweite grausame Vision: Mystra sagt, daß etwas Shcreckliches
passieren wird, was ich nicht abwenden kann. Ich sehe mich als junge
Frau in Mulmaster wie Cliow fortreitet. In meinem Zimmer sehe ich
den Teich und eine Stimme ertönt: "Menschen ist es nicht gestattet,
das Schicksal zu beeinflußen!" Mit einem schlechten Gefühl im Bauch,
daß Cliow etwas passiert ist, lief ich zurück zum Turm, doch der Turm
war dem Erdboden gleichgemacht. Ein grüner Drache hat ihn zerstört
und ich wußte nicht, ob Cliow sich noch im Turm befand oder nicht
und weiß es auch heute noch nicht. Tottraurig kehrte ich zurück zu
meinem Weiher. Dort schlief ich ein und erwachte, als ich hörte, wie
sich jemand nähert. Es war eine Gruppe von Abenteurern, die sich die
Recken des Liedes nannten, obwohl sie keinen Barden bei sich hatten.
Den Part übernahm Larn, der Magier. Er war etwas älter, in lange Roben
gekleidet und trug eine Harfe bei sich, die, wenn man sie spielte,
vor Banshees schützte. Nie traf ich jemanden, der zynischer gewesen
wäre als er. Die einzige Frau der Gruppe hieß Malara. Sie, die aus
Cormyr stammte hatte lange, schwarze Haare, trug dunkelblaue Kleidung,
Kurzschwert und Bogen. Ihr völlig verfallen war Daelwin, ebenso ein
Krieger, allerdings trug er statt des Bogens eine Armbrust mit sich.
Über seinem Lederpanzer konnte man einen Miliki-Talisman erkennen.
Dann war da noch der Zwerg Bucklei, der die ganze Waldidylle ganz
schrecklich nervig fand und lieber ein paar Wegelagerer töten wollte.
Der Anführer der Gruppe war ein Torm-Paladin mit Namen Tristan von
Halding. Ihn umgab eine lange rote Schärpe mit dem Torm-Symbol und
eine Aura der Standhaftigkeit.
Sohn Tasmal
"Blitzstrahl!"
"Damit
das klar ist, das Kind lernt Vampirgriff!"
"Also
ich habe schon viele nette Männer kennengelernt!"

Andra